… scheint immer die Sonne – Gedanken zu “schlechten” Tagen

… scheint immer die Sonne – Gedanken zu “schlechten” Tagen

Es gibt sie einfach, diese Tage, an denen man sich irgendwie nicht so gut fühlt, vielleicht gestresst, traurig, melancholisch, nachdenklich, betrübt, wehmütig oder auch sauer, enttäuscht, aggressiv, verletzt. Manchmal haben diese Gefühle oder Zustände einen ganz bestimmten Auslöser, manchmal sind sie aber eben auch einfach so da und man weiß gar nicht so richtig, warum.

Mich persönlich macht es immer besonders unruhig, wenn ich nicht weiß, woher eine Gemütsschwankung kommt. Wenn schon betrübt, dann aber bitte mit Grund! Oder?! Der zusätzliche Unmut über die Unklarheit bringt nur leider gar nichts und ich bin über die letzten Jahre zu der Erkenntnis gekommen, dass es einfach immer solche Tage geben wird, an denen man quietschvergnügt durch die Gegend rennt und eben solche, an denen das nicht der Fall ist.

Zum einen hat mir dabei geholfen zu erkennen, dass Gegensätze dazu dienen, etwas überhaupt erfahren zu können. Wie sollte man wissen, dass es einem gut geht, wenn man gar nicht weiß, was es bedeutet, wenn es einem schlecht geht? Wie sollte man wissen, was Entspannung bedeutet, wenn man keine Anspannung kennt? Wie sollte man wissen, dass es hell ist, wenn man Dunkelheit nicht kennt?

Das bringt mich zum zweiten Punkt, den ich erkannt habe: Wir sind nicht unsere Gedanken, Emotionen, Gefühle. Ja, wir haben sie und ja, sie sind ein Teil von uns. Unser Kern oder unsere Essenz – wie man es auch nennen möchte – ist davon jedoch unberührt. Wir sind und bleiben der, der wir sind, während sich unsere Zustände vielleicht verändern. Dahinter scheint jedoch immer die Sonne, auch wenn sie manchmal von einer “Wolkendecke” von Unwohlsein, Traurigkeit oder Anspannung verschleiert sein mag. Dies auch an vermeintlich „schlechten“ oder “stressigen” Tagen im Hinterkopf zu behalten, hilft mir, besser mit ihnen umzugehen.

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