Spätsommerliche Aromen: Malfatti mit Mangold auf Tomatensalat

Spätsommerliche Aromen: Malfatti mit Mangold auf Tomatensalat

Also da kann einer sagen, was er will, aber Tomaten schmecken in der Tomatensaison einfach am besten. Von Juli bis Oktober haben die roten Früchte (die übrigens mit der Beere verwandt sind) Saison und wenn sie in dieser Zeit reif geerntet, frisch aus der Region und vom Bauern des Vertrauens kommen, haben sie dieses wundervoll süßlich-saure Aroma, das einen sogleich in Sommerlaune versetzt.

Aber nicht nur das Aroma ist bei den reif geernteten Früchten voll ausgereift, sondern auch das Nährstoffprofil. Je reifer die Tomate – und natürlich jegliches andere Obst und Gemüse – zum Erntezeitpunkt ist, umso “fertiger” ist sie auch; und zwar inklusive der enthaltenen Vitamine und anderen Vitalstoffe. Daher rate ich immer gerne dazu, so viele regionale und saisonale Produkte wie möglich in den Ernährungsplan mit einzubauen.

In diesem Rezept gibt es neben den Tomaten gleich noch eine Zutat, die gerade Saison hat: Mangold. Ebenso von Juli bis Oktober in Deutschland erhältlich, macht sich das grüne Blattgemüse ganz wunderbar in den Malfatti. Wobei es sich übrigens um eine, den Gnocchi-ähnliche, italienische Köstlichkeit handelt, die ganz einfach zubereitet ist. Aber nun zum Rezept: Malfatti mit Mangold auf aromatischen Tomatensalat.

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Mangold-Malfatti auf aromatischem Tomatensalat (2 Portionen)

Zutaten

Mangold-Malfatti

250 g Mangold
1 Schalotten
150 g Ricotta (wenn möglich aus Ziegenmilch)
1 Ei
60 g Dinkelvollkornmehl
1/8 TL gemahlene Muskatnuss
Ein wenig Butter, Ghee oder Kokosöl
Salz & Pfeffer

Tomatensalat

2 gelbe Romanatomaten
4 rote Strauchtomaten
1 Thymianzweig
2 Basilikumzweige
2 EL Olivenöl
1 EL Balsamico
½ TL flüssiger Honig
Salz & Pfeffer
1 Handvoll Haselnüsse

Zubereitung

Für den Tomatensalat, die Haselnüsse halbieren, in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und beiseite stellen. Die Tomaten waschen, den Strunk entfernen und der Breite nach in dünne Scheiben schneiden. Die Thymian- und Basilikumblätter jeweils von den Zweigen zupfen. Olivenöl, Balsamico, Honig, Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette vermengen. Die Tomaten, Thymian, Basilikum und die Vinaigrette in eine große Schüssel geben, vermengen, beiseite stellen und ziehen lassen.

In der Zwischenzeit für die Malfatti, die Schalotten schälen und fein würfeln. Den Mangold waschen, abtropfen lassen, den harten Strunk entfernen und klein schneiden. Etwas Butter in einer Pfanne erhitzen, die Schalotten darin kurz andünsten bis sie glasig sind, den Mangold hinzugeben und mitdünsten, bis er in sich zusammen fällt.

Das Ei aufschlagen, den Ricotta hinzugeben und beides vermengen. Das Mehl unterrühren. Zum Schluss den Mangold mit den Schalotten hinzugeben, unterrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken.

Wasser in einem Topf zum kochen bringen und salzen. Die Malfatti mit den Händen zu kleinen Klößen formen – etwas größer als Walnüsse. Dabei hilft es, die Hände leicht mit Wasser anzufeuchten, damit der Teig nicht an den Händen klebt. Sollte der Teig zu “flüssig” sein, kann auch noch etwas Mehl hinzu gegeben werden.

Die Malfatti in das kochende Wasser geben. Sobald sie an die Wasseroberfläche steigen, sind sie fertig. Dies dauert nur wenige Minuten. Die Malfatti aus dem Wasser nehmen und abtropfen lassen.

Den Tomatensalat wie ein Carpaccio auf zwei Tellern anrichten, die Malfatti darauf verteilen und die gerösteten Haselnüsse darüber streuen.

Tipp: Wenn die Zeit ausreicht, kann man die Malfatti, nachdem sie abgetropft sind, auch noch in einer Pfanne goldbraun anrösten. Das gibt noch das gewisse Extra zum Geschmack.

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