Mut steht am Anfang, Glück am Ende

Mut steht am Anfang, Glück am Ende

Veränderungen und Mut gehen Hand in Hand: Jede Form der Veränderung bedarf des Mutes – manchmal mehr, manchmal weniger. Was würde also ohne Mut passieren? Womöglich würden wir stehen bleiben, uns nicht verändern, uns nicht entwickeln. Häufig ist das auch genau so: Veränderung kann Angst machen, was kein Wunder ist, schließlich wird sie von Ungewissheit, Unsicherheit und Risiko begleitet. Der Mensch aber ist ein Gewohnheitstier und bleibt gerne geschützt und in Watte gepackt in seiner Komfortzone, fernab von Ungewissheit und Risiko.

Manchmal kann sich diese wohlig, weiche Watte aber ins Gegenteil kehren und dann wirkt sie plötzlich einengend, ja vielleicht sogar erstickend. Spätestens dann tritt der Mut als jene Charaktereigenschaft in den Vordergrund, die uns befähigt, uns entgegen des vermeintlichen Risikos oder der Ungewissheit, für Etwas einzusetzen. Das Leben hilft da manchmal nach und bringt uns in genau solche Situationen, um Veränderung anzustoßen – dies kann der Job sein, der plötzlich mit einer unerträglichen Langweile und fehlender Herausforderung verbunden wird oder die Beziehung, die plötzlich extrem einengt und/oder einschränkt. Welche Kraft ermöglicht uns dann die Veränderung? Es ist der Mut. Was aber hält uns auf der anderen Seite viel zu häufig zurück? Es ist die Angst.

Wenn etwas ungewiss ist, malt sich unser Verstand gerne die verrücktesten Dinge aus. Dinge, die eintreffen könnten und zwar nicht irgendwelche Dinge, sondern die allerschlimmsten! Unser Verstand ist nämlich unglaublich kreativ, wenn es um Worst-Case-Szenarien geht. Ein Zitat von Mark Twain trifft dies meiner Ansicht nach auf den Punkt: „In meinem Leben habe ich unvorstellbar viele Katastrophen erlitten. Die meisten davon sind nie eingetreten.“ Diese Aussage halte ich mir immer vor Augen, wenn mein Verstand mal wieder die schwarze Farbe raus holt und die wildesten Szenarien zeichnet.

Dem Verstand kann dabei aber gar kein Vorwurf gemacht werden, schließlich erfüllt er nur seine Aufgabe: uns zu schützen. Aber: Zu viel Schutz führt wie bereits oben erwähnt zu Stillstand und es ist auch hier – wie bei so vielen Dingen im Leben – das richtige Maß wichtig.

Tipp: Werden Dir Deines Verstandes bewusst! Du machst Dir Gedanken über eine Veränderung und wirst dabei mit der ein oder anderen Angst oder Unsicherheit konfrontiert? Setze dich in Ruhe hin, lasse Deine Gedanken zu der Veränderung einfach kommen, ohne sie zu bewerten. Und dann prüfe sie: Bei welchen Gedanken hat sich Dein kreativer Worst-Case-Szenarien-Maler – Dein Verstand – mal wieder so richtig ausgetobt? Sind diese Szenarien wirklich realistisch? Wenn ja, wie realistisch (in %) und wäre ihr Eintreffen wirklich so schlimm? Und: Was könnte der Plan B sein, wenn ein Worst-Case-Szenario tatsächlich eintreffen würde. Schreibe all das am besten auf. Ich bin mir sicher, dies wird Deine Angst relativieren und Deinen Mut stärken.

Was Deinen Mut zusätzlich stärkt: Die Vorstellung der Belohnung, die am Ende des Handelns steht. Schreiben Dir nach den Worst-Case-Szenarien auch die Best-Case-Szenarien auf – hierbei darfst Du nun wirklich kreativ sein!

Warum ist Mut also so wichtig? Mut eröffnet uns die Möglichkeit der Veränderung, Verbesserung, Entwicklung und schließlich des Wachstums. Überlegen Dir doch einmal: Wann warst Du das letzte Mal mutig? Und wie hast Du Dich danach gefühlt? Stärker, sicherer, selbstbewusster, zufriedener, glücklicher oder zumindest um eine Erfahrung reicher? Wie der griechische Philosoph Demokrit schon sagte: „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“

Zum Schluss verrate ich Dir noch etwas: Ohne Mut würdest Du diese Zeilen nicht lesen, denn ohne Mut, hätte ich mich nicht als Health Coach selbstständig gemacht und hätte dies nie geschrieben …

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