30 Tage ohne Zucker – Die besten Zuckeralternativen

30 Tage ohne Zucker – Die besten Zuckeralternativen

30 Tage ohne Zucker heißt nicht automatisch 30 Tage ohne Süßes, denn glücklicherweise gibt es verschiedene natürlichere Süßungsmittel, die weitaus besser sind als der übliche raffinierte Haushaltszucker,
der unter anderem zu Übergewicht, Blutzuckerschwankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Übersäuerung sowie Vitamin- und Mineralstoffmangel führen und sogar unsere Psyche beeinflussen kann.

Mein Selbsttest „30 Tage ohne Zucker“ bezieht sich im Prinzip sowieso rein auf das Auswärtsessen, denn in meiner Küche findet raffinierter Industriezucker eigentlich schon seit einigen Jahren keine Verwendung mehr und meine Koch- und Backkünste versüße ich lieber mit natürlicheren Alternativen. Aber was heißt „natürlicher“?

Dazu sollte man wissen, dass raffinierter Industriezucker ursprünglich einmal eine Zuckerrübe war – also ein natürliches Nahrungsmittel inklusive Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Im Rahmen der Raffinierung, welche auch „Veredelung“ genannt wird, wird der aus der Zuckerrübe gewonnene Rohrohrzucker unter anderem gewaschen, gereinigt, entfärbt und dabei auch erhitzt. „Veredelung“, „Reinigung“ – das klingt doch erstmal gut, oder?! Leider nicht unbedingt, denn die „Veredelung“ bedeutet eine Reinigung sowie Entfärbung anhand von diversen Chemikalien. Von dem Naturprodukt Zuckerrübe bleibt am Ende im Prinzip nichts mehr übrig außer leeren Kalorien. „Leer“, denn die ganze Verarbeitung führt zum Verlust sämtlicher Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente usw.

Mit natürlicheren Alternativen sind somit solche Süßungsmittel gemeint, die schonend verarbeitet werden und somit naturbelassener bleiben und weiterhin Vitalstoffe beinhalten.

Und das sind meine Top Zuckeralternativen:

  • Honig: Das älteste Süßungsmittel überhaupt – wenn das mal nichts heißt! Die kalt geschleuderte Variante behält einiges an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sogar Enzymen (ob ein Honig kalt geschleudert wurde, steht auf der Verpackung). Außerdem wird Honig eine antiseptische (infektionshemmende) Wirkung nachgesagt. Da Honig durch seine Klebrigkeit tendenziell eher an den Zähnen haften bleibt, kann er allerdings ebenso wie Industriezucker Karies fördern. Weniger ist hier also mehr!
  • Agavensirup/Agavendicksaft: Der eingedickte Saft der Agave beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel weitaus weniger als herkömmlicher Industriezucker. Außerdem bleiben im Rahmen des Verarbeitungsprozesses normalerweise Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe erhalten.
  • Birkenzucker (Xylit): Die Zuckeralternative hat ca. 40% weniger Kalorien als Industriezucker, was schon einmal für ihn spricht. Zusätzlich kommt ihm aber auch das Pro zugute, dass er gemäß Studien eine zahnpflegende Wirkung hat und somit zum Teil in Zahnpflegemitteln enthalten ist. Nicht schlecht, oder? Ich mag ihn besonders gern, da ich ihn 1 zu 1 wie „normalen“ Zucker verwenden kann.
  • Kokosblütenzucker: Der aufwändig aus Kokosblüten gewonnene Zucker beeinflusst unseren Blutzuckerspiegel weitaus weniger als der konventionelle Haushaltszucker und durch die schonendere Verarbeitung bleiben Vitamine und Mineralstoffe enthalten. Er kann 1 zu 1 wie Industriezucker verwendet werden und hat eine leichte Karamellnote. Der Nachteil: der Preis.
  • Steviablätter: Die Blätter der Stevia-Pflanze sind enorm süß, sodass ein paar davon ausreichen, um seinen Tee, Limonade oder Ähnliches zu versüßen. Das Schöne dabei, sie enthalten keinerlei Kalorien und wirken zahnpflegend. Aufgepasst bei verarbeiteten Steviaprodukten (Pulverform etc.), hier wird meist wie beim Zucker mit Chemikalien gearbeitet.

Bitte nicht vergessen: Grundsätzlich gilt, dass Süßungsmittel nur einen kleinen Teil unserer Ernährung ausmachen sollten. Nur weil die oben genannten Zuckeralternativen Vorteile aufweisen, ist das nicht der Freifahrtschein, um täglich ein Glas Agavensirup zu verputzen – wie bei allem gilt auch hier: in Maßen.  Außerdem sollte immer auf Qualität geachtet werden (biologisch produzierte Produkte sind prinzipiell vorzuziehen).

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